
Wenn der Herbst langsam Platz für Weihnachtszauber macht
Der Oktober nähert sich dem Ende. Draußen raschelt das Laub unter den Schuhen, morgens ist es oft noch neblig, und abends wird es inzwischen so früh dunkel, dass ich regelmäßig auf die Uhr schaue und denke: Wie, schon?
Noch stehen hier die Herbstbasteleien, noch haben Kürbisse, Gespenster und Fledermäuse ihren großen Auftritt. Aber in meinem Kopf schleichen sich längst die ersten Sterne, Wichtel und Adventskalender dazwischen.
In den nächsten Wochen wird sich der Herbst nach und nach verabschieden. Die letzten bunten Blätter fallen, die Dekoration verändert sich, und langsam zieht die Adventszeit ein. Und damit beginnt für mich die schönste Zeit im Jahr, um kreativ zu sein und zu basteln.
Zwischen Herbstlaub und den ersten Weihnachtsideen
Ich mag diesen Übergang. Wenn noch nicht alles nach Weihnachten aussieht, aber die Vorfreude schon da ist. Wenn ich beim Aufräumen der Herbstmaterialien plötzlich überlege, ob sich aus den übrigen Papierresten kleine Tannenbäume machen lassen.
Wobei „Aufräumen“ vielleicht etwas großzügig formuliert ist.
Meistens räume ich ein paar Dinge von links nach rechts, finde dabei etwas, das ich unbedingt noch gebrauchen kann, und habe zehn Minuten später eine neue Bastelidee. Der Tisch ist dann weiterhin voll. Nur das Thema hat sich geändert.
Aus einer leeren Verpackung könnte ein kleines Weihnachtshaus werden. Die Papiertüten wären perfekt für einen Adventskalender. Und die Bänder hebe ich natürlich auf. Für irgendetwas braucht man schließlich immer Bänder.
Wer gerne bastelt, kennt das vermutlich: Die Weihnachtszeit beginnt im Materialschrank deutlich früher als im Kalender.
Jetzt beginnt meine liebste Bastelzeit
An der Adventszeit liebe ich besonders, dass es so viele Gelegenheiten gibt, mit selbst gemachten Kleinigkeiten Freude zu verschenken.
Ein gebastelter Stern am Fenster. Eine Karte mit ein paar persönlichen Worten. Ein Adventskalender, bei dem schon das Gestalten Spaß macht. Oder ein kleines Geschenk, für das man Papier, Kleber und ein bisschen Zeit zusammensucht.
Ich mag es, wenn aus einfachen Materialien etwas entsteht, das vorher nur eine Idee war. Gerade in den Wochen vor Weihnachten könnte ich deshalb ständig etwas Neues anfangen.
Mein Kopf ist dabei meistens deutlich schneller als meine Hände. Während ich noch an der ersten Idee sitze, sind gedanklich schon drei weitere fertig. Irgendwo liegt ein angefangener Stern, daneben warten ausgeschnittene Teile, und eigentlich wollte ich doch nur kurz ausprobieren, ob das mit den Papiertüten funktioniert.
Es funktioniert. Nur mit dem „kurz“ klappt es eher selten.
Gemütlichkeit mit Kleberesten
Wenn ich an Basteln in der Adventszeit denke, sehe ich einen gemütlichen Tisch vor mir. Draußen wird es dunkel, drinnen leuchtet eine kleine Lichterkette, vielleicht läuft Weihnachtsmusik.
In meiner Vorstellung steht auch eine warme Tasse daneben.
Im echten Leben wird die meistens kalt.
Dafür liegen unter dem Tisch Papierschnipsel, irgendjemand sucht die Schere, und genau der Klebestift, der eben noch da war, ist plötzlich verschwunden. Mit vier Kindern bekommt so ein Bastelnachmittag schließlich seine ganz eigene Dynamik.
Da entstehen zwischendurch Ideen, auf die ich selbst nie gekommen wäre. Farben werden kombiniert, die ich vermutlich nicht zusammen ausgesucht hätte. Ein Rentier bekommt einen ungewöhnlich großen Kopf, und ein Weihnachtswichtel schaut so schief, dass ich ihn sofort ins Herz schließe.
Gerade diese kleinen Eigenheiten machen die Sachen für mich besonders. Ich freue mich später beim Aufhängen darüber und weiß noch genau, wie sie entstanden sind.
Ich möchte die Vorfreude mitnehmen
Natürlich kenne ich auch die andere Seite der Wochen vor Weihnachten. Die Listen werden länger, Termine kommen dazu, und irgendwann fällt einem ein, was man alles noch machen wollte.
Gerade mit Kindern ist der Dezember oft schneller voll, als man „gemütliche Adventszeit“ sagen kann.
Deshalb möchte ich mir die Freude am Basteln bewahren. Ich muss nicht jede Idee umsetzen, die mir einfällt. Auch wenn mein Materialvorrat offensichtlich davon ausgeht, dass ich es zumindest versuchen werde.
Manchmal reicht ein einzelner Stern fürs Fenster. Oder eine halbe Stunde am Tisch, in der wir zusammen etwas ausprobieren. Und manches darf liegen bleiben und am nächsten Tag weitergehen.
Ich möchte mich auf das freuen, was entsteht, ohne aus jeder schönen Idee gleich einen weiteren Punkt auf der Aufgabenliste zu machen.
Hier wird es langsam weihnachtlich
Auch auf dem Blog dürfen deshalb in den nächsten Wochen nach und nach die Weihnachtsideen einziehen. Ich freue mich auf Adventskalender, selbst gemachte Dekoration, kleine Geschenke und gemütliche Bastelstunden mit den Kindern.
Noch genießen wir die letzten Oktobertage und lassen den Herbst in Ruhe ausklingen. Aber wenn mir dabei schon ein Papierstern vom Basteltisch hüpft, kann ich dafür vermutlich nichts.
Die Vorfreude ist einfach schon da.
Wie sieht es bei euch aus? Seid ihr noch mitten im Herbstbasteln oder liegen die ersten Weihnachtsideen auch schon bereit?
